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Mariya Gabriel. PHOTO: European Union

Leistungsbericht zu Forschung und Innovation: Europa zum Vorreiter beim ökologischen und digitalen Wandel machen

Die Kommission hat heute ihren jüngsten Bericht über die Leistung der EU in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Innovation veröffentlicht, in dem analysiert wird, wie Europa dabei im globalen Kontext abschneidet. Darin wird hervorgehoben, dass Forschung und Innovation (FuI) Unternehmen, Regionen und Länder bei einem nachhaltigen und inklusiven Wachstum unterstützen müssen, damit bei der angestrebten Stärkung der Innovationssysteme niemand abgehängt wird, was insbesondere für weniger entwickelte Regionen gilt. Außerdem wird betont, dass es zu gewährleisten gilt, dass die Europäerinnen und Europäer angesichts neuer technologischer Revolutionen über die richtigen Kompetenzen verfügen. Ferner wird auf die wichtige Rolle der FuI-Politik für die nachhaltige Steigerung der Produktivität der Unternehmen – und damit der Beschäftigung und Wertschöpfung – hingewiesen. Der Zweijahresbericht 2020 enthält insbesondere elf politische Empfehlungen zum Schutz der Menschen, des Planeten und unseres Wohlstands.

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, erklärte: „Forschung und Innovation stehen im Mittelpunkt der Reaktion auf die beispiellose Krise, die durch die Coronavirus-Pandemie hervorgerufen wurde und können erheblich zur wirtschaftlichen Erholung beitragen. Der Bericht über die Leistung der EU in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Innovation 2020 macht deutlich, dass Forschung und Innovation für die ökologischen und den digitalen Wandel, die Europa benötigt, unverzichtbar sind. Horizont 2020 und das geplante Programm Horizont Europa spielen bei diesem Wandel eine entscheidende Rolle.“

Die EU liegt bei der wissenschaftlichen Produktion und Exzellenz im Spitzenfeld. So werden beispielsweise 25 % der am häufigsten zitierten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema Klima in der EU verfasst, im Bereich Bioökonomie sind es 27 %. Auch bei Patentanmeldungen in diesen beiden Gebieten ist die EU mit 24 % beim Thema Klima und 25 % in der Bioökonomie führend. Dennoch sind weitere Anstrengungen erforderlich, um Forschungsergebnisse in nachhaltige marktfähige Lösungen umzuwandeln, einen starken Europäischen Forschungsraum aufzubauen und die öffentlichen Forschungssysteme wirksamer zu machen. Die Digitalisierung sorgt für grundlegende Veränderungen im Bereich FuI. Daher sollte die richtige Kombination von Maßnahmen darauf abzielen, technologieintensive Innovation und die digitalen Kompetenzen der Forschenden zu fördern und zugleich für eine offene Wissenschaft und ausreichende Investitionen in hochwertige Dateninfrastrukturen zu sorgen. Horizont Europa, das nächste Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation, wird durch seinen auftragsorientierten Ansatz und europäische Partnerschaften eine zentrale Rolle bei der Intensivierung und Lenkung der FuI-Bemühungen spielen.

Aufbauend auf Exzellenz und Spitzenleistung der EU im Bereich der wissenschaftsbasierten Forschung und Innovation enthält der Bericht über die Leistung der EU in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Innovation elf politische Empfehlungen, die sich in drei Hauptbereiche gliedern:

  • FuI für einen sicheren und gerechten Raum für die Menschheit;
  • FuI für eine weltweite Führungsrolle;
  • FuI für wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen.

Gemeinsam ebnen sie den Weg dafür, dass mithilfe von FuI Ziele für nachhaltige Entwicklung verwirklicht werden und in die politischen Maßnahmen und Initiativen der EU einfließen können, die wiederum zu einem fairen, klimaneutralen und digitalen Europa beitragen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen und Regionen stärken.

 

Hintergrund

Im Bericht „Science, Research and Innovation Performance report“ werden die Forschungs- und Innovationsdynamik sowie die Leistung Europas in den Bereichen Wissenschaft und Innovation und die auf diesen Gebieten treibenden Kräfte analysiert. Der Bericht kombiniert eine indikatorbasierte makroökonomische Analyse mit eingehender analytischer Forschung. Daher richtet er sich sowohl an ein Fachpublikum aus Forschung und Innovation als auch an Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Finanzen sowie an Analysten. Es handelt sich um die dritte Ausgabe der zweijährlichen Veröffentlichung der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission. Der vorangegangene Bericht (2018) ist hier abrufbar (nur auf Englisch verfügbar).

über red

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