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Phil Hogan, European Commissioner in charge of Agriculture and Rural Development.

Dürre in Europa: Mitgliedstaaten einigen sich auf von der Kommission vorgeschlagene Unterstützungsmaßnahmen

Die Mitgliedstaaten haben heute einer Reihe von Unterstützungsmaßnahmen zugestimmt, die die Kommission vorgeschlagen hatte, um die finanziellen Schwierigkeiten der Landwirte aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse abzumildern und mehr Futtermittel für Tiere verfügbar zu machen.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige EU-Kommissar Phil Hogan erklärte hierzu: „Wir haben die Situation seit Beginn der extremen Klimaereignisse aufmerksam verfolgt und wollen unsere Landwirte unterstützen. Die Kommission steht durchgehend in enger Verbindung mit allen Mitgliedstaaten und hat bei Bedarf rasch reagiert. Diese Maßnahmen sollen die europäischen Landwirte finanziell entlasten und vor einem Mangel an Futter für ihre Tiere schützen.“

Die Maßnahmen, über die sich die Mitgliedstaaten heute in einer Ausschusssitzung geeinigt haben, umfassen die Möglichkeit höherer Vorauszahlungen und mehrere Ausnahmen von den Ökologisierungsvorschriften, um die Landwirte bei der Versorgung ihrer Tiere mit ausreichend Futter zu unterstützen. Betroffene Landwirte werden einen höheren Prozentsatz der Zahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) abrufen können, um ihre Liquidität zu verbessern. Dies umfasst Folgendes:

  • Bereitstellung von bis zu 70 % ihrer Direktzahlungen ab Mitte Oktober;
  • Bereitstellung von bis zu 85 % ihrer Zahlungen für die ländliche Entwicklung, sobald das Maßnahmenpaket Anfang September offiziell angenommen ist.

Ferner werden Ausnahmen von bestimmten Ökologisierungsvorschriften gestattet, um mehr Futtermittel verfügbar zu machen. Dies schließt die Möglichkeit ein,

  • brachliegende Flächen als gesonderte Kultur oder als ökologische Vorrangfläche zu betrachten, auch wenn diese Flächen abgeweidet oder zu Erzeugungszwecken abgeerntet wurden;
  • Zwischenfrüchte als „Reinkultur“ (und nicht, wie derzeit vorgeschrieben, Mischkultur) anzupflanzen, wenn sie für die Beweidung/Futtererzeugung bestimmt sind;
  • den Mindestzeitraum von acht Wochen für den Anbau von Zwischenfrüchten zu verkürzen, damit Ackerbauern ihre Winterkulturen rechtzeitig nach ihren Zwischenfrüchten aussäen können.

Nächste Schritte

Nach der heutigen Entscheidung dürfte dieses Maßnahmenpaket Anfang September offiziell angenommen werden.

Die Kommission wird in Bezug auf die Auswirkungen der Dürre weiterhin mit allen Mitgliedstaaten in Kontakt bleiben.

über red

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