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Stockshots of the European Parliament - Flags in front of EP building in Strasbourg
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Erster EU-Fonds für die Verteidungsindustrie verabschiedet

  • 500 Millionen Euro für die Entwicklung von Initiativen der Rüstungsindustrie 2019-2020
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten und EU-Unternehmen
  • Optimierung der Produktionskapazitäten durch Verringerung doppelter Entwicklungen
  • Stärkung des Binnenmarktes für Verteidigungsgüter und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der EU-Erzeugnisse

Die Abgeordneten haben am Dienstag erstmals ein Programm zur Förderung der Innovation in der europäischen Verteidigungsindustrie einschließlich der Cybersicherheit gebilligt.

Mit einem Budget von 500 Millionen Euro für den Zeitraum 2019-2020 wird das neue Europäische Programm zur industriellen Entwicklung im Verteidigungsbereich (EDIDP) dazu beitragen, die Entwicklung neuer und verbesserter Produkte und Technologien zu finanzieren, um die EU unabhängiger zu machen, die Ausgaben effizienter zu gestalten und die Innovation im Verteidigungsbereich zu fördern.

Wer kann sich bewerben?

Die EU wird Projekte kofinanzieren, die von Konsortien aus mindestens drei öffentlichen oder privaten Unternehmen mit Sitz in mindestens drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt werden.

Um Aufträge zu erhalten, müssen die Projektträger nachweisen, dass sie Spitzenleistungen, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit fördern. Projekte, die speziell für KMU und Mid-Caps (Unternehmen mit mittlerer Kapitalausstattung, die keine KMU sind und maximal 3000 Beschäftigte haben) bestimmt sind, werden in den Genuss höherer Kofinanzierungssätze kommen sowie von Maßnahmen im Rahmen von PESCO profitieren.

Was wird unterstützt?

Mit dem Programm zur industriellen Entwicklung im Verteidigungsbereich wird die Entwicklungsphase (zwischen Forschung und Produktion) neuer und verbesserter Verteidigungsgüter und -technologien in der EU finanziert, von Studien über Design und Tests bis hin zu Zertifizierungs- und Entwicklungsphasen in folgenden Bereichen:

  • ferngesteuerte Systeme,
  • Satellitenkommunikation,
  • autonomer Zugang zum Weltraum und zu ständiger Erdbeobachtung,
  • Nachhaltigkeit der Energieversorgung,
  • Cybersicherheit und maritime Sicherheit,
  • leistungsstarke militärische Fähigkeiten in der Luft, zu Land und zu Wasser sowie in gemischten Bereichen, und
  • strategische Grundvoraussetzungen.

 

Förderung der „strategischen Autonomie“ in der Verteidigung

 

Das Programm kann als Pilotprojekt des nächsten Europäischen Verteidigungsfonds angesehen werden, der mit einem vorgeschlagenen Budget von 13 Milliarden Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren die Unabhängigkeit der EU im Verteidigungsbereich durch Zusammenarbeit stärken und gleichzeitig eine effizientere Verwendung der Steuergelder fördern soll.

Zitat

Berichterstatterin Françoise Grossetête (EVP, FR): „Dieses Programm bedeutet einen historischen Schritt nach vorn für europäische Projekte der Verteidigungsindustrie und wird drei Herausforderungen bewältigen: Haushaltseffizienz, Wettbewerbsfähigkeit und strategische Autonomie. Wir haben ein Jahr verhandelt und eine vielversprechende Regelung zur Verbesserung der Innovationsfähigkeit der EU erreicht.“

Die nächsten Schritte

 

Die informelle Vereinbarung zwischen Parlament und Rat wurde vom Plenum mit 478 zu 179 Stimmen, bei 23 Enthaltungen, unterstützt. Sobald der Rat grünes Licht gegeben hat, tritt die Verordnung mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Die ersten Fähigkeitsprojekte sollen 2019 finanziert werden.

über red

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