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Sicherheit im Straßenverkehr: Fahrerassistenzsysteme sollen verpflichtend werden

Automatische Bremssysteme mit Fußgängererkennung oder intelligente Geschwindigkeitsanpassung: Fahrerassistenzsysteme sollten bei allen Neuwagen zur Serienausstattung gehören, so die MdEP.

Jedes Jahr sterben mehr als 25.000 Menschen bei Verkehrsunfällen und Hunderttausende Menschen werden auf Europas Straßen verletzt. Etwa 90 Prozent der Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen.

Intelligente Brems- und Geschwindigkeitssysteme können Leben retten. Sie erkennen Fußgänger und Radfahrer, bremsen das Auto automatisch ab, um Kollisionen zu vermeiden, und unterstützen den Fahrer dabei, die Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten. Auch gibt es Systeme, die im Falle des Verlassens der Fahrspur mit einem Signalton darauf hinweisen oder das Fahrzeug wieder in die Spur lenken.

Diese Systeme sind bereits in Gebrauch, allerdings sind sie oft Zubehör bei Modellen des oberen Marktsegments. Die EU-Abgeordneten treten dafür ein, dass diese Systeme aufgrund ihrer offensichtlichen Vorteile in allen Neuwagen verpflichtend, serienmäßig, eingebaut werden. Eine entsprechende Entschließung ist am Dienstag verabschiedet worden.

„Wir begehen Fehler, als Kraftfahrer, als Fußgänger, als Fahrradfahrer. Und dort sind Fahrerassistenzsysteme einfach stille Beifahrer, die helfen sollen, Unfälle zu vermeiden“, erklärt der Berichterstatter Dieter-Lebrecht Koch (EVP, DE), in unserem Video.

Auch wenn diese und andere Fahrerassistenzsysteme nicht nur in High-End-Modellen, sondern mittlerweile auch in weiteren Autoklassen gefunden werden können, sind Dreiviertel aller Neuwagen nicht mit solchen Systemen ausgestattet. Der Hauptgrund sind die Zusatzkosten.

Um sicherzustellen, dass die Sicherheit auf Europas Straßen nicht vom Geldbeutel der EU-Bürger abhängt, schlagen die Abgeordneten vor, dass nur solche Systeme, die bereits auf dem Markt vorhanden sind, nachweislich zur Straßenverkehrssicherheit beitragen und ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen, wie automatische Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, verpflichtend eingebaut werden sollten.

„Ich möchte, dass sich jeder so ein Auto leisten kann. Gerade wenn massenweise Fahrerassistenzsysteme eingebaut werden, werden die Fahrzeuge dadurch nicht wesentlich teurer; nur ein ganz klein wenig“, betont der Berichterstatter Dieter-Lebrecht Koch.

Des Weiteren möchten die Abgeordneten den möglichen Mehrwert einer EU-weit harmonisierten Höchstgrenze von 0,0 ‰ für die Blutalkoholkonzentration von Fahranfängern sowie Berufskraftfahren untersuchen lassen.

Die Entschließung wurde mit 593 Stimmen angenommen, bei 39 Gegenstimmen und 53 Enthaltungen.

über red

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