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30 Jahre Erasmus: Zum Geburtstag des europäischen Austauschprogramms präsentiert die Kommission eine neue App

Die EU feiert heute das 30-jährige Bestehen ihres Austauschprogramms, das schon neun Millionen Menschen einen Aufenthalt im Ausland ermöglicht hat.

Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, und Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments, führen heute im Europäischen Parlament in Straßburg durch die 30-Jahr-Feierlichkeiten für das Erasmus+-Programm. Aus diesem Anlass präsentiert die Kommission auch eine neue mobile Anwendung für das Programm Erasmus+. Diese App ist auf Studierende, Auszubildende und jugendliche Austauschteilnehmer zugeschnitten und soll es ihnen erleichtern, sich im Programm zurechtzufinden.

Dazu sagte Präsident Juncker: „Jeder Euro, den wir in Erasmus+ investieren, ist eine Investition in die Zukunft – in die Zukunft eines jungen Menschen und in die Zukunft unserer europäischen Idee. Ich kann mir nichts vorstellen, was investitionswürdiger wäre, als diese für die Zukunft so wichtige Generation. Wir haben gerade den neunmillionsten Teilnehmer gefeiert. Lassen Sie uns nun auch neunmal mehr Ehrgeiz in die künftige Gestaltung des Erasmus+-Programms stecken.“

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, ergänzte: „Nicht nur ist jeder Austausch im Rahmen von Erasmus+ eine berufliche und private Bereicherung für den Einzelnen; in den 30 Jahren der Mobilität und der Zusammenarbeit ist in Europa mit den neun Millionen Menschen auch eine aufgeschlossene und unternehmerisch aktive Generation entstanden, die schon heute die Zukunft unserer Gesellschaft prägt. Wenn wir jungen Menschen weltweit Erasmus+ mit der neuen App näher bringen, bringen wir ihnen gleichzeitig auch Europa näher.“

Mit dem Programm Erasmus+ werden in den Jahren 2014–2020 über vier Millionen Menschen gefördert, die für ihr Studium, ihre Ausbildung oder ihren Freiwilligendienst ins Ausland gehen; vor diesem Hintergrund stellt die neue App eine deutliche Verbesserung dar. Die App wird Studierenden, Auszubildenden und anderen jungen Menschen Orientierung während ihrer Teilnahme am Programm bieten. Dank der App wird das Programm inklusiver und zugänglicher sein. Die Kommission ist fest entschlossen, die Zukunft von Erasmus+ über das Jahr 2020 hinaus gemeinsam mit der Erasmus+-Generation so zu gestalten, dass das Programm gestärkt wird und einen noch größeren Kreis junger Menschen anspricht.

Die App Erasmus+ wird es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen,
– vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt problemlos die verschiedenen Stufen des Verwaltungsverfahrens nachzuverfolgen. Außerdem können Studierende ihre Studienvereinbarungen mit ihren Herkunfts- und Aufnahmeuniversitäten online unterzeichnen;
– ihre Lieblingstipps, die anderen beim Einleben helfen können, zu teilen und zu liken;
– einen direkten Link zur Online-Sprachhilfe von Erasmus+ (mit Online-Tutorien und interaktivem Live-Mentoring) zu nutzen und so ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Die erste Version der App ist bereits für iOS und Android verfügbar. Dank neuer Funktionen und ständiger Updates wird die App bald auf andere Gruppen von Teilnehmern des Programms Erasmus+ ausgeweitet werden und auch den künftigen Erfordernissen der Teilnehmer Rechnung tragen.

Seit dem Start des ursprünglichen Erasmus-Programms im Jahr 1987 haben neun Millionen Menschen das Angebot für einen Auslandsaufenthalt genutzt. Während der heutigen Feierlichkeiten in Straßburg werden der Parlaments- und der Kommissionspräsident 33 Vertreterinnen und Vertretern der Erasmus+-Generation – aus jedem teilnehmenden europäischen Land eine bzw. einer – symbolische Preise für den „neunmillionsten Erasmus-Teilnehmer“ verleihen. Anschließend sind Debatten über die Zukunft von Erasmus+ nach 2020 vorgesehen, an denen sich junge Menschen und Teilnehmer des Programms Erasmus+ ebenso beteiligen werden wie staatliche und nichtstaatliche Organisationen, Mitglieder des Europäischen Parlaments sowie aktuelle und frühere Mitglieder der Europäischen Kommission, darunter auch jene, die zur Entstehung des Erasmus-Programms beigetragen haben.

Hintergrund

Seit seinem Start im Jahr 1987 – damals mit elf Ländern und 3200 Studierenden – hatten dank des Erasmus-Programms neun Millionen Menschen die Möglichkeit, im Ausland einen Teil ihrer Studien- bzw. Ausbildungszeit zu verbringen, einen Freiwilligendienst zu absolvieren oder Berufserfahrung zu sammeln. Im Jahr 2014 wurden sämtliche Initiativen auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend und Sport im EU-Programm Erasmus+ zusammengefasst. In den zurückliegenden knapp drei Jahren haben schon über zwei Millionen Menschen aus den derzeit 33 europäischen Teilnehmerländern (alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein) eine Förderung aus dem Programm Erasmus+ in Anspruch genommen.

Um die Erasmus-Generation in die Gestaltung des künftigen Programms einzubinden, hat die Kommission den Erasmus+ Generation Online Meeting Point geschaffen. Diese Website ermöglicht es jungen Menschen und Organisationen, mit Fachleuten für Jugend- und Bildungsfragen zu diskutieren, Themen vorzuschlagen, Probleme zu benennen und Lösungen anzubieten. Die neue App ergänzt diese Anstrengungen.

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Siehe auch

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