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Erneuter Ruf nach verpflichtender Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Milch

Das Parlament fordert erneut die Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Milch. So steht es in einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung. Die obligatorische Kennzeichnung würde dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher in Lebensmittel aufrechtzuerhalten, weil dann die Nahrungsmittel-Lieferkette transparenter werden würde, heißt es in dem Text.

Die Kennzeichnung mit der Angabe des Ursprungslands oder des Herkunftsortes sollte für alle Arten von Milch, Milchprodukten und Fleischprodukten verbindlich vorgeschrieben werden, sagten die Abgeordneten, und fügen hinzu, dass die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten prüfen sollen, ob diese Vorschrift auch auf andere Erzeugnisse aus einer einzigen Zutat oder Erzeugnisse mit einer Hauptzutat ausgedehnt werden sollte.

Um Verbraucher in der EU besser zu informieren und in Anbetracht des Pferdefleischskandals und anderen Fällen von Lebensmittelbetrug sowie um die Transparenz innerhalb der Lieferkette zu verbessern, sollte die Herkunftskennzeichnung auch für Fleisch in verarbeiteten Lebensmitteln vorgeschrieben werden, heißt es in dem Text, der mit 422 Stimmen bei 159 Gegenstimmen und 68 Enthaltungen angenommen wurde.

Die Abgeordneten weisen auf folgendes hin:
· 84% der EU-Bürger halten es für notwendig, die Herkunft von Milch anzugeben (Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2013),
· 88% halten es für notwendig die Herkunft von Fleisch anzugeben (mit Ausnahme von Rinder-, Schweine-, Schafs- und Ziegen- sowie Geflügelfleisch, da diese bereits angegeben werden müssen),
· mehr als 90% erachten eine solche Kennzeichnung in Bezug auf verarbeitete Lebensmittel für wichtig (Bericht der Europäischen Kommission 2013). Sie unterstreichen, dass laut Kommissionsbericht die operativen Kosten für die obligatorische Angabe des Ursprungslandes im Fall der im Bericht berücksichtigten Fleischsorten relativ gering ausfallen dürften.

über helmut

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